Öffnen der Fahrertür

Eingetragen von Rechtsanwalt Markus Lehmann am 14. May 2019 zum Thema Verkehrsrecht

Wenn bei einem KFZ nach dem Anhalten die Fahrertür geöffnet wird, ist dies immer mit Gefahren für den weiteren Verkehr verbunden, insbesondere für Radfahrer, mit denen es leider oft zu Zusammenstößen kommt.

In einem solchen Fall hatte ein Oberlandesgericht aktuell wiederum über die Haftungsverteilung zu entscheiden (vgl. OLG Celle vom 06.04.2018, Az: 14 U 61/18).

Auch hier war ein Radfahrer gegen die sich öffnende Fahrertür gestoßen, war dann gestürzt und hatte sich verletzt.

Das OLG sah in dem Fall eine volle Haftung auf Seiten des KFZ, da regelmäßig ein sogenannter Anscheinsbeweis gegen die KFZ-Seite spricht. Ein Mitverschulden des Radfahrers kommt regelmäßig nur bei einem zu geringen seitlichen Abstand beim Vorbeifahren in Betracht. Der seitliche Abstand sollte je nach örtlichen Verhältnissen regelmäßig mindestens 50 cm betragen.

Eine solche Unterschreitung des seitlichen Abstandes des Radfahrers müsste aber die KFZ-Seite darlegen und letztlich beweisen, was in der Praxis regelmäßig schwierig ist.

Diese Grundsätze dürften auch Anwendung bei Kollisionen von anderen vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern, wie Motorräder, E-Bikes … usw. finden.

Ob man in einer solchen Konstellation seine Ansprüche erfolgreich durchsetzen kann, lässt sich oft durch eine Beratung durch einen Rechtsanwalt klären.

Weitere Artikel

„Die Opfer sind und werden nicht vergessen“

Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin: Der Terror vom Breitscheidplatz ist auch nach drei Jahren nicht verarbeitet. Über Lehren aus dem Anschlag spricht Berlins Opferbeauftragter im Interview.

Zum Artikel

Das Auto sammelt Daten

In einem aktuellen Fall hatte ein Oberlandesgericht (vgl. OLG Hamm vom 13.05.2019, Az: 6 U 144/17) zu entscheiden, ob auch im Auto vorhandene Daten zur Beweisführung verwendet werden können.

Zum Artikel

Flucht vor der Polizei

In einem aktuellen Fall hatte ein Oberlandesgericht (vgl. OLG Stuttgart vom 04.07.2019, Az: 4 RV28 Ss 103/19) zu entscheiden, ob bei einer Flucht vor der Polizei auch eine Bestrafung nach dem neuen § 315d StGB (verbotene Kraftfahrzeugrennen) erfolgen kann.

Zum Artikel

Büro Berlin-Mitte

Zimmerstraße 55
10117 Berlin

Tel: 030 440 17703
Fax: 030 440 17704

Email: info@wup.berlin

Kontaktieren Sie unsKontakt
Büro Berlin-Neukölln

Neuköllner Straße 346
12355 Berlin

Tel: 030 720 15616
Fax: 030 720 15617

Email: info@wup.berlin

Kontaktieren Sie unsKontakt