Monströse Taten im „Horror-Haus“

Eingetragen von Rechtsanwalt Roland Weber am 06. Sep 2018 zum Thema Opfervertretung

Paderborn (WB). Im »Horror-Haus«-Prozess am Landgericht Paderborn hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch lebenslange Haftstrafen für Wilfried W. (48) und Angelika W. (49) gefordert. Wilfred W. solle in der Psychiatrie untergebracht werden, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer.

Die beiden Angeklagten haben sich nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft nicht nur wegen Körperverletzungen schuldig gemacht, sondern auch wegen eines versuchten und eines voll­endeten gemeinschaftlichen Mordes durch Unterlassen. Die Mordmerkmale niedere Beweggründe, Grausamkeit und Verdeckung von Straftaten seien gegeben.

Meyer sieht aufgrund der sadistischen Quälereien und der außergewöhnlichen Länge des Tatzeitraums von Ende 2012 bis April 2016 eine besondere Schwere der Schuld. Das bedeutet, dass Täter, auf die dieses Kriterium angewendet wird, nicht nach 15 Jahren, sondern meist erst nach 20 Jahren freikommen können. Wie berichtet, sollen Wilfried W. und Ange­lika W. Frauen in ihr Haus in Höxter-Bosseborn gelockt, ihnen Geld abgenommen und sie gequält haben. Zwei von ihnen, Susanne F. (41) aus Bad Gandersheim und Ani­ka W. (33) aus Uslar, überlebten das nicht. Susanne F. starb am 22. April 2016 im Krankenhaus, Anika W. kam Anfang August 2014 nach einem Sturz in Höxter ums Leben. Das Paar soll ihre Leiche erst eingefroren, dann zerlegt, im Kamin verbrannt und die Asche im Ort verstreut haben.

Lesen Sie den ganzen Beitrag hier.

Artikel als PDF laden

Weitere Artikel

Busspur oder nicht?

In einem aktuellen Berliner Fall hatte letztlich nun das Kammergericht (vgl. KG vom 24.01.2019, Az: 3 Ws (B) 16/19) zu entscheiden, ob ein Bussondertreifen (Busspur) zu beachten war oder nicht.

Zum Artikel

Mit 150 Sachen durch die Stadt

In einem Berliner Fall hatte letztlich nun auch das Kammergericht (vgl. KG vom 15.04.2019, Az: 161 Ss 36/19) zu entscheiden, ob bei einer Alleinfahrt eines Rasers der neue § 315d StGB (Verbotenes Kraftfahrzeugrennen) Anwendung findet und damit eine höhere Bestrafung möglich wird.

Zum Artikel

Schreibfehler

Das Berliner Kammergericht hatte in einem Bußgeldverfahren (vom 31.01.2019, Az: 3 Ws (B) 42/19) aktuell die Frage zu klären, ob ein Schreibfehler im Bußgeldbescheid einen erheblichen Mangel darstellt.

Zum Artikel

Büro Berlin-Mitte

Zimmerstraße 55
10117 Berlin

Tel: 030 440 17703
Fax: 030 440 17704

Email: info@wup.berlin

Kontaktieren Sie unsKontakt
Büro Berlin-Neukölln

Neuköllner Straße 346
12355 Berlin

Tel: 030 720 15616
Fax: 030 720 15617

Email: info@wup.berlin

Kontaktieren Sie unsKontakt